Welche Zusatzversicherungen lohnen sich im Krankenkassen Vergleich?

Krankheit, Unfall, Mutterschaft – in diesen Fällen sind Sie von der obligatorischen Krankenversicherungsschutz abgedeckt. Doch die Leistungen, die darüber hinausgehen, müssen Sie selbst bezahlen, wenn Sie keine Zusatzversicherung abschließen. Ob sich diese lohnen, kommt auf den Einzelfall und Ihre Krankheitsgeschichte an.

Zwei Arten der Zusatzversicherungen

Die Leistungen der Zusatzversicherungen sind im Gegensatz zu denen der obligatorischen Grundversicherung nicht bei allen gleich, weshalb ein Vergleich von Krankenkassen auf neotralo hilfreich sein kann. Es gibt zwei Kategorien: Die ambulante Zusatzversicherung und die Spitalzusatzversicherungen.

Zu den ambulanten Zusatzversicherungen gehören folgende:

Sehhilfen

Die Brillen und Linsenzusatzversicherungen können nur im Paket mit anderen Leistungen abgeschlossen werden (ab 10 Franken im Monat), was bedeutet, dass sich diese nur dann lohnt, wenn sie nicht nur wegen des Kostenbeitrags für Sehhilfen abschließt. Volljährige müssen für Brillen und Linsen selbst aufkommen, doch die Zusatzversicherungen beteiligen sich mit 150 bis 300 Franken pro Jahr. Eine reine Brillen und Linsenzusatzversicherung gibt es nicht.

Nicht-kassenpflichtige Medikamente

Mit dieser Zusatzversicherung haben Sie Anspruch auf Kostendeckung der vertraglich vereinbarten Medikamente, auch wenn sie nicht in der Liste der Grundversicherung stehen. Vitaminpräparate oder Nahrungsergänzungsmittel gehören nicht dazu. Zusaätzlich müssen Versicherte wissen, dass ein Selbstbehalt von 10 Prozent fällig werden kann. Vergleichen lohnt sich, um die Kasse mit der grosszügigen Kostenübernahme zu finden.

Psychotherapie durch Psychologen

Die Grundversicherung übernimmt nicht die Behandlung durch einen Therapeut, der nicht vom Arzt gestellt wurde und in der Praxis arbeitet. Der Therapeut, den Sie wählen, muss in der Liste der Santésuisse aufgeführt sein, damit die Kosten erstattet werden. Sie sollten beachten, dass viele Versicherer lediglich 50 bis 90 Prozent der Kosten übernehmen und die Zahl der Sitzungen beschränkt ist.

Fitness-Abos

Bis zu 500 Franken können Sie jährlich erstatten lassen. Nicht jedes Fitnessstudio kommt für die Erstattung in Frage. Interessant ist die Versicherung nur, wenn Sie regelmässig ins Studio gehen.

Zahnzusatzversicherung

Diese Zusatzversicherung beinhaltet die Kostenerstattung für Zahnfüllungen von Karies verursacht und Zahnkorrekturen bei Kindern. Sie kann nicht erst dann abgeschlossen werden, wenn ein gesundheitliches Problem auftritt, sondern muss bereits früher abgeschlossen werden. Diese Versicherung empfiehlt sich tatsächlich für einige, denn mit ihrer Hilfe müssen die Kosten für Prothesen und Kronen nicht selbst getragen werden. Ein ärztliches Attest über einen einwandfreien gesundheitlichen Zustand der Zähne ist Pflicht, um aufgenommen zu werden. Für Kinder und Jugendliche ist sie besonders empfehlenswert.

Spitalzusatzversicherungen

Es gibt vier verschiedene Spitalzusatzversicherungen zur Auswahl. Die Allgemeine Abteilung ganze Schweiz, die halbprivate Abteilung ganze Schweiz, die Private Abteilung ganze Schweiz und das Flex-Modell.

Die erste lohnt sich nur für Bewohner des ländlichen Raums mit wenig Anbindung zur Infrastruktur. Die Halbprivate lohnt sich für diejenigen Patienten, die nicht auf Komfort verzichten wollen. Allerdings sind die meisten öffentlichen Spitäler heutzutage ohnehin mit Zweibettzimmern ausgestattet, weshalb sich diese Zusatzversicherung in dieser Hinsicht nicht lohnt.

Die Private Abteilung lohnt sich für ein Einzelzimmer und Chefarztbehandlung. Auch Kuren, Notfall- und Verlegungstransporte sind enthalten. Das Flex-Modell berücksichtigt, dass Sie sich kurz vor dem Spitaleintritt für eine Abteilung entscheiden können. Sie gilt als sinnvolle Alternative zu Halbprivat und Privat. Die Prämien sind insgesamt günstiger.

Versicherungssystem in Deutschland

Die deutschen Versicherungsunternehmen gelten allgemein als eines der zuverlässigsten der Welt. In Deutschland wurde vor über hundert Jahren das erste Sozialversicherungssystem der Welt geschaffen. In Deutschland wurde zum ersten Mal weltweit ein gewerbliches Versicherungssystem eingeführt.

Staatliche Kontrolle

Zuallererst sei die Präsenz des „Bundesamtes für die Kontrolle von Versicherungsunternehmen“ in Deutschland erwähnt. Es befindet sich in Berlin. Diese Agentur verwaltet das staatliche Zulassungssystem von Versicherungsunternehmen und deren Kontrolle. Der Staat prüft somit den Arbeitsstil der Versicherungsunternehmen, einschließlich der Prämien, die von Kunden für Lebensversicherungen, Haftpflichtversicherungen, Krankenhausversicherungen usw. stammen. Jedes Jahr überprüfen die zuständigen staatlichen Stellen die finanzielle Gesamtsituation der Versicherungsunternehmen. Die Versicherungsgesellschaft konnte ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen. Außerdem wird geprüft, wo diese Reserven angelegt werden. In der Regel müssen Versicherungsunternehmen Reserven in Immobilien anlegen, durch gesicherte Kredite vergeben, Anleihen kaufen usw. In Aktien wurden in den frühen 90er Jahren weniger als 3 Prozent der gesamten eingegangenen Beiträge vom Versicherten investiert. Gleichzeitig wurden rund 5 Prozent in andere Beteiligungsformen in Unternehmen investiert. Der Staat stellt auch sicher, dass die in den Datenbanken des Versicherungsunternehmens gesammelten Kundeninformationen nicht an Dritte weitergegeben werden. In Deutschland gilt das Gesetz zum Schutz personenbezogener Daten.

Banken und Versicherungsunternehmen

Im Gegensatz zu den Kleinaktionären konsumieren Großaktionäre ihren Gewinn nicht, sondern investieren in die Weiterentwicklung des Unternehmens, da sie an seinem stetigen Wachstum interessiert sind. Außerdem lehnen sie es nicht ab, von kommerziellen Nebentätigkeiten zu profitieren. Dies äußert sich beispielsweise in der gegenseitigen Beteiligung von Banken und Versicherungsgesellschaften an. Zum Beispiel besitzt eine der finanzstärksten deutschen Banken 15 Prozent des Grundkapitals von größter Versicherungsgruppe (Ergo Pro) und diese wiederum hat fast 30 Prozent des Grundkapitals dieser Bank. Darüber hinaus besitzt Ergo Pro einen erheblichen Teil des Grundkapitals von 7 anderen Banken (von denen jede nicht mehr als 35 Prozent des Grundkapitals besitzt). Versicherungsgesellschaften arbeiten mit Banken zusammen. Dienstleistungen von Versicherungsgesellschaften und Banken bilden oft einen einzigen Komplex. Wenn zum Beispiel eine Privatperson einen Kredit von einer Bank aufnimmt, verlangt diese von ihr, dass sie die Rücknahme des Geldes garantiert. Eine solche Garantie könnte ein Lebensversicherungsvertrag sein. Hier ist gemeint, dass der Kunde die Bank als seinen Erben bezeichnet, sodass die Bank im Falle des Todes des Kunden „nicht verliert“. Wenn der Kunde nicht versichert ist, stellt die Bank die Bedingung, dass er sich selbst versichern soll. Gemeinsame Dienstleistungen von Banken und Versicherungsgesellschaften finden im Fall des Immobilienerwerbs durch einen Kunden usw. statt.

Haftpflichtversicherung

Seit 1871 ist in Deutschland ein Gesetz in Kraft, nachdem eine Person zum Ersatz des durch andere Personen verursachten Schadens verpflichtet ist, auch wenn der Schaden ohne ordnungsgemäße Absicht verursacht wurde. Dieses Risiko kann versichert sein. Sie haben die Freiheit, eine Versicherungsgesellschaft zu wählen. Ohne die Haftpflichtversicherung des Eigentümers darf beispielsweise kein Auto am Straßenverkehr teilnehmen. In Deutschland gibt es mittlerweile rund 120 Versicherungsunternehmen, die diese Art von Dienstleistungen anbieten. 60 Prozent der Familien in Deutschland sind haftpflichtversichert. Das Versicherungsunternehmen verpflichtet sich, den Schaden, der von Mitgliedern der versicherten Familie Dritten zugefügt wurde.